Er wird es richtig machen
«Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut!» (Joh 2,5).
Als Maria ihr Anliegen Jesus vorbrachte – das heisst, es Ihm übergab – bekam sie eine Antwort, die nicht gerade ermutigend war: «Jesus spricht zu ihr: Frau, was habe ich mit dir zu tun? Meine Stunde ist noch nicht gekommen!» (Joh 2,4).
Wie reagieren wir, wenn wir beten und keine Antwort erhalten? Geben wir enttäuscht auf und werfen alles hin oder reagieren wir wie Maria? Sie nahm die Situation an, überliess es Ihm und sprach: «Was er euch sagt, das tut!»
Sie unterstellte sich Ihm ganz. Wie oft kommt es vor, dass wir Gott vorschreiben, wie Er etwas zu machen hat, und wann. Aber wir müssen lernen, dass Er der Herr ist und bestimmt, und nicht wir. Maria ordnete sich Ihm ganz unter, obwohl sie es nicht verstand.
Er wird es richtig machen. Bei der Ankündigung der Geburt unseres Herrn reagierte Maria genauso, obwohl sie nichts davon erklären oder verstehen konnte: «Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort!» (Lk 1,38).
Zacharias konnte nicht so handeln. Er blieb verstrickt in seinem Verstand, der seinem Glauben im Weg stand. Doch Gottes Wort sagt:
«Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; erkenne Ihn auf allen deinen Wegen, so wird Er deine Pfade ebnen» (Spr 3,5-6).
Ohne leere Wasserkrüge geschieht nichts
«Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenhin» (Joh 2,7).
Es gab sechs Wasserkrüge im Haus, wo die Hochzeit in Kana stattfand. Die Zahl sechs deutet auf das Menschliche hin. Wenn wir 2. Korinther 4,7 lesen, erhalten wir einen Hinweis auf die Wasserkrüge: «Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefässen, damit die überragende Kraft von Gott sei und nicht von uns.»
Was Jesus damals anlässlich der Hochzeit sagte (Joh 2,7), sollten auch wir umsetzen und Marias Rat befolgen: «Was er euch sagt, das tut!» (V. 5).
Wenn wir unser Leben (wir sind der Wasserkrug) mit Wasser füllen, dann wird dadurch Jesus verherrlicht. Das Wasser ist ein Bild für das Wort Gottes. Wer sein Leben mit Gottes Wort füllt – und es heisst: «sie füllten sie bis obenhin» –, der verherrlicht dadurch Jesus.
Je mehr wir unser Leben mit dem Wort Gottes füllen, desto herrlicher wird die Folge sein. Andere genossen die Frucht und Jesus wurde verherrlicht. So ist es auch in unserem Leben. Wenn wir leere Gefässe sind und uns von Gottes Wort füllen lassen, dann werden andere sich wundern und anerkennen, dass wir ein guter Geruch Jesu Christi sind.
Tun wir, was Er uns sagt, und stellen wir uns Ihm als leere Gefässe zur Verfügung und füllen sie mit Wasser, damit durch uns die Herrlichkeit Jesu sichtbar wird. Die Frage, die demnach bleibt, ist, ob wir leere Gefässe sind und uns füllen lassen wollen mit dem Wort Gottes. Dann werden wir staunen, was Jesus dadurch tut. Unsere Aufgabe ist, das zu tun, was wir können, das andere wird Er tun. Aber ohne leere Wasserkrüge geschieht nichts.
Auf welchem Weg der beste Wein produziert wird
«Als aber der Speisemeister das Wasser, das zu Wein geworden war, gekostet hatte (und er wusste nicht, woher es war; die Diener aber, die das Wasser ge-schöpft hatten, wussten es), da rief der Speisemeister den Bräutigam und sprach zu ihm: Jedermann setzt zuerst den guten Wein vor, und dann, wenn sie trunken geworden sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt behalten!» (Joh 2,9-10).
Das Fehlen des Weins führte zu der herrlichen Erfahrung des Wunders. Auch in unserem Leben ist es so, dass, wenn wir wie die Diener mit Jesus mitarbeiten – das heisst, wenn wir tun, was Er sagt –, dann werden wir aus den Schwierigkeiten, Trübsalen und Anfechtungen heraus mit neuem Segen beschenkt werden.
Die Not, in der du dich womöglich befindest, soll dem Zweck dienen, dass du mehr gesegnet wirst. Der Wein, den Jesus macht, ist besser als der, den die Menschen zusammenbrauen. Was wir mit Jesus tun, übertrifft alle menschliche Intelligenz und Kapazität. Darauf kommt es an – dass wir mit Jesus zusammenarbeiten. Auf diesem Weg wird der beste Wein produziert – das heisst, ent-stehen die besten Früchte.
Die Frage ist nur, ob wir in Nöten und Schwierigkeiten mit Jesus arbeiten, das bedeutet, in Harmonie mit Ihm leben. Es gibt aber auch das Gegenteil, dass wir uns auflehnen, murren und Gott anklagen, weshalb es an Wein fehlt. Dann sind wir in dem Gedanken gefangen: «Das hätte Er nicht zulassen dürfen!»
Unterstellen wir uns aber Seinem Wort und Seiner Au-torität und tun wir den Dienst der Diener, dann werden wir uns am besten Wein erfreuen und Ihn loben für die Wunder, die Er in unserem Leben tut.
Das Beste kommt noch
«Jedermann setzt zuerst den guten Wein vor, und dann, wenn sie trunken geworden sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt behalten!» (Joh 2,10).
Bei Seinem ersten Wunder, das Jesus auf der Hochzeit von Kana tat, sehen wir ein biblisches Prinzip, das uns sehr Mut macht: Der gute Wein, das heisst, der Bessere, kam erst zum Schluss. Wir können es auch mit den Worten be-schreiben: Das Beste kommt noch.
Für uns Gläubige gilt dieses Prinzip auch heute. Nach der Enttäuschung, dass der Wein zu Ende war, kam die unerwartete Überraschung, nämlich der bessere Wein, bewirkt durch ein Wunder Jesu. So ist es auch bei uns: Nach der Demütigung kommt die Erhöhung. Nach der Trübsal die Erweiterung und Befreiung.
Wenn du im Moment in einer Phase stehst, in der du nicht weisst, wie es weitergehen soll, oder wenn du dich fragst: «Warum passiert das gerade mir?», dann sage dies Jesus. Er wird auch diese Situation zum Besten verändern.
Das letzte Wort hat Er und das, was kommt, wird herr-licher sein als das, was im Moment ist. Wir warten auf das Beste.
Wer Jesus in sein Leben eingeladen hat, darf wissen: das Beste kommt noch und das wird so wunderbar sein, dass wir uns alle wundern werden. Rechne daher mit Jesus und dem, was Er tun kann.