Ökoreligion kontra Gotteserkenntnis: Können wir die Umwelt retten? Teil 3

Fr. 30. April 2021

«Aber ihr schaut nicht auf den, der dies getan hat» (Jes 22,11). Eine kritische Untersuchung der Ökoideologie.

Es ist richtig, dass der Glaubende ein anderes Verhältnis zu dieser gefallenen Schöpfung hat als der gottlose Mensch. Das gilt auch für den Umgang mit Tieren (Spr 12,10). Aber er tut dies alles in der richtigen Rangfolge: im Wissen, dass der Mensch als Krone der Schöpfung über die übrige Schöpfung gesetzt ist, und im Wissen, dass diese Erde nur zeitlich und vergänglich ist.

Der gottlose Mensch dagegen vergötzt und zerstört zugleich die Schöpfung. Er stellt die Schöpfung und sich selbst an die Stelle des Schöpfers, und er stellt Mensch, Tier und Natur auf eine Stufe. Das erleben wir heute mit der Ökoreligion.

Wenn wir unser Leben in der Verantwortung vor Gott leben, auch im Umgang mit der Schöpfung, wissen wir doch, dass die Schöpfung vergänglich und zum Gebrauch bestimmt ist. Unser eigentliches Lebensziel aber sind die Ewigkeit und die Neuschöpfung.

Dank der modernen Wissenschaft können wir heute viel mehr erforschen als früher. So werden immer mehr Substanzen und Dinge entdeckt, die gesundheitsschädlich und sogar tödlich sein können. Man hat zum Beispiel festgestellt, dass sich beim Verbrennen von Naturholz in der Asche das gesundheitsschädliche Schwermetall Chrom (VI) bildet. Aber müssen uns die ständig neuen Entdeckungen von schädlichen Substanzen denn erschrecken und aus dem Gleichgewicht werfen? Bestätigt die Wissenschaft nicht, was die Bibel schon lange sagt, dass durch die Sünde der Tod in die Welt gekommen und alles der Vergänglichkeit unterworfen ist? Der makellose Garten Eden liegt jenseits von uns, vor dem Sündenfall.

Dasselbe Prinzip können wir auch auf Medikamente und ihre Nebenwirkungen anwenden. Keinerlei Krankheit, keinen Schmerz, kein Leid und keinen Tod wird es erst in der Neuschöpfung und Vollendung geben. Deshalb wird es dem Menschen nie möglich sein, alle Nebenwirkungen zu beseitigen und durch die Medizin ein unversehrtes Leben zu erhalten. Mit dieser Perspektive dürfen wir die Dinge dankbar als vorübergehendes Hilfspaket gebrauchen, trotz aller Nebenwirkungen. Als Glaubende sollten wir niemals vergessen, dass wir hier keine bleibende Stadt haben (Hebr 13,14).

Alles ist der Vergänglichkeit unterworfen. Aus diesem Grund nehmen die Gen- und Erbdefekte über die Generationen zu. Das ist das Gegenteil der Evolutionstheorie. Unsere zunehmenden Krankheits- und Allergie-Anfälligkeiten sind deshalb nicht nur auf Umwelteinflüsse zurückzuführen. Sie bestätigen einfach, dass sich Mensch und Menschheit nicht evolutionär weiterentwickelt und immer gesünder und unsterblicher werden, sondern degeneriert.

Die Bibel hat uns auch einiges zum Thema Klimawandel zu sagen, allerdings ganz anders als das, was wir heute ständig hören. Der erste grosse Klimawandel kam mit dem Sündenfall. Als der Mensch gegen seinen Schöpfer rebellierte, kamen der Tod und die Vergänglichkeit in die gesamte Schöpfung. Alles veränderte sich. Trotzdem wurden die Menschen danach noch zehnmal älter als wir heute.

Der zweite grosse Klimawandel kam mit dem Gericht der Sintflut. Wieder war die Sünde des Menschen – und nicht Stickoxide oder ein zu hoher Fleischverzehr – die Ursache, die die Katastrophe auslöste. Im Zusammenhang mit der Sintflut erwähnt die Schrift das erste Mal Regen und nach der Sintflut das erste Mal Sommer und Winter, Frost und Hitze (1.Mo 8,22). Vor der Sintflut müssen völlig andere klimatische Bedingungen auf Erden geherrscht haben.

Nach der Sintflut begann sich das menschliche Leben sturzflugartig zu verkürzen, bis es sich schliesslich an der biblischen Obergrenze von 70 bis 80 Jahren einpendelte (Ps 90,10). Unsere heutige Lebenserwartung ist im Durchschnitt an dieser Obergrenze angekommen. Äusserlich gesehen hat die Schulmedizin einen Teil dazu beigetragen.

Über allem steht nach diesem zweiten grossen Klimawandel die Verheissung Gottes, dass Sommer und Winter nicht aufhören werden, solange die Erde besteht. Natürlich kann es einen klimatischen Spielraum innerhalb dieser Grenzen geben. Aber wenn wir Gottes Wort ernst nehmen, dürfen wir angesichts der derzeitigen Panikmache entspannt bleiben.

Wir leben also heute nach dem zweiten fundamentalen Klimawandel auf Erden, ausgelöst durch die Sünde der Menschen. Dann sagt uns die Bibel einen grundlegenden dritten grossen Klimawandel voraus. Und dieser wird nicht durch die Verwirklichung der grünen Ideologie oder die Klimaprotokolle der Menschheit eingeleitet, sondern durch die Wiederkunft Jesu. Er ist verbunden mit gewaltigen kosmischen und topografischen Umwälzungen (vgl. Sach 14,4-5; Mt 24,29; Lk 21,25-27; Offb 6; 7; 8; 16).

Nach diesem dritten grossen Klimawandel wird es immer noch Sommer und Winter geben (Sach 14,8), aber nicht mehr mit den grossen Unterschieden, wie wir sie heute kennen. Sonne und Mond werden siebenmal heller scheinen als heute (Jes 30,26). Manche meinen, dass es sich dabei im Zusammenhang mit Jesaja 60,19-20 um Bildsprache handelt. Aber in Jesaja 30 sehen wir keinen Hinweis darauf. Diese grössere Intensität wird nicht zu Dürre und lebensfeindlichen Umständen führen. Im Gegenteil. Das Tote Meer wird vollständig genesen und ein reicher Fischgrund werden. In der Jordanebene stehen Bäume, die zwölf Mal im Jahr Früchte tragen (Hes 47,7-12). Die Wüste wird blühen und eine noch nie da gewesene Fruchtbarkeit geniessen (Jes 35,1-2; 51,3; 55,12-13). Damit werden alle Umweltprobleme gelöst. Trotz der viel höheren Sonneneinstrahlung werden die Menschen wieder ein vorsintflutliches Alter haben (Jes 65,20-22). Diesem dritten grossen Klimawandel des Tausendjährigen Reiches gehen das Völkergericht (Joel 4,1-3; Mt 25,31-46; Offb 20,4) und die Bindung Satans für tausend Jahre voraus (Offb 20,6).

Nach dem dritten grossen Klimawandel und dem damit verbundenen messianischen Reich kommt das Weltgericht (Offb 20,11-15) und anschliessend der neue Himmel und die neue Erde, die miteinander verbunden sind (Offb 21–22). In der Neuschöpfung ist dann alles nochmals völlig anders.

Die Heilige Schrift zeigt uns somit drei einschneidende Klimaveränderungen auf unserer Erde. Die ersten beiden liegen hinter uns (Sündenfall und Sintflut), der dritte grosse Wandel liegt noch vor uns (Wiederkunft Jesu: Tausendjähriges Reich). Alle drei grossen Einschnitte stehen im Zusammenhang mit der Sünde des Menschen und mit dem Gerichts- bzw. Rettungshandeln Gottes.

Johannes Pflaum erhielt eine fünfjährige Ausbildung am theologischen Seminar der Liebenzeller Mission. Er gehört zur «Christlichen Gemeinde Sennwald» und ist seit 2000 als Verkündiger und Bibellehrer im Rahmen des «Bibel-Lehr-Dienst» im In- und Ausland tätig.
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