Text vorlesen (computergeneriert)
Und Gott der Herr bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde, und damit jedes lebendige Wesen den Namen trage, den der Mensch ihm gebe. Da gab der Mensch jedem Vieh und Vogel des Himmels und allen Tieren des Feldes Namen; aber für den Menschen fand sich keine Gehilfin, die ihm entsprochen hätte.
1. Mose 2,19-20
Verkauft man nicht fünf Sperlinge um zwei Groschen? Und nicht ein einziger von ihnen ist vor Gott vergessen.
Lukas 12,6

Drei Dinge sehen wir in diesen Versen:

1. Es gibt einen Schöpfer.

Viele kennen vielleicht folgenden Witz. Wissenschaftler: «Hallo Gott! Wir haben alle Rätsel und Geheimnisse gelöst … Wir brauchen dich nicht mehr.» Gott: «So.» Wissenschaftler: «Trittst du ab, wenn wir einen Menschen aus Erde schaffen, so wie du in 1. Mose 2,7?» Gott: «Einverstanden, aber nicht mit meiner Erde! Ihr müsst schon eure Erde nehmen.»

«Die These des Naturalismus, dass die Welt vernunftlos und geistlos zustande gekommen sein soll, ist ohne Beteiligung von Vernunft und Geist zustande gekommen»
Roman Nies

2. Unsere Verantwortung.

«Die Natur redet laut und vernehmlich (obgleich äusserlich leise) von einem denkenden, planenden, allweisen Schöpfergott, und dieser Gott erwartet, dass wir ihn ernst nehmen.»
Heinz Schumacher

Es ist interessant, dass der Schöpfer den Menschen in die Schöpfung verantwortlich mit einbindet. Nicht Gott hat den Tieren Namen gegeben, sondern er wollte, dass der Mensch es tut. Gott suchte von Anfang an die Zusammenarbeit mit dem Menschen, die Kommunikation und das Miteinander. Deshalb möchte der Herr, dass wir ihm an der Schöpfung dienen. Der Mensch soll Verantwortung übernehmen, er soll vor Gott ehrfurchtsvoll mit der Schöpfung umgehen.

3. Gott ist unbedingt treu.

Der Herr verliert keinen Spatzen aus den Augen, wie wir bereits lasen, und in diesem Zusammenhang sagt Jesus einen Vers zuvor: «Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, welcher, nachdem er getötet hat, auch Macht besitzt, in die Hölle zu werfen! Ja, ich sage euch, den fürchtet!» (Lk 12,5). Doch im übernächsten Vers sagt er: «Aber auch die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge» (V. 7). Auch hier werden wir wieder in die Ehrfurcht und ins Vertrauensverhältnis geführt. Wenn selbst der kaum beachtete, kleine Sperling vor Gott nicht vergessen ist, wie viel mehr seine Kinder?!

Er weiss um jede Sorge, jeden Schmerz, jede Träne und jeden Mangel unseres Lebens. Jesus sagt:

«Verkauft man nicht zwei Sperlinge um einen Groschen? Und doch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Bei euch aber sind selbst die Haare des Hauptes alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge. Jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel» (Mt 10,29-32).