SgM 09-15

SgM 09-15

Vor 4000 Jahren stellte ein gläubiger Mann eine Frage, die über die Jahrhunderte hinweg durch die Bibel überliefert wurde: «Wird der Richter über die ganze Erde es nicht richtig machen und gerecht sein?» (1Mo 18,25).

Obwohl Abraham nicht alle Wege Gottes verstand, setzte er sein Vertrauen auf ihn, in der festen Überzeugung, dass er das Richtige tun würde. Und er fand Ruhe in dieser Gewissheit, egal, was kommen würde. Abraham wusste, wie auch immer Gott mit Sodom und Gomorra umginge, es würde richtig und gerecht sein.

Kennen wir das nicht auch? Zeiten, in denen sich tragische Dinge in unserem Leben oder um uns herum ereignen und wir keine rationale Erklärung dafür finden?! Was können wir tun? Gott ist nicht immer gut zu verstehen, aber es ist gut, ihm zu glauben. Es ist gut, auf den liebenden, gerechten, heiligen und mitleidenden Gott zu vertrauen, der keine Fehler macht, dessen Rat wunderbar ist und der alles zu seiner Ehre und letztendlich herrlich hinausführen wird. «Solches geschieht auch vom Herrn Zebaoth; denn sein Rat ist wunderbar, und er führt es herrlich hinaus» (Jes 28,29).

In allen Dingen, in denen ich Gott nicht verstehe, ist mir Jesus die Antwort und bringt mich innerlich zur Ruhe. In seinem «Hohepriesterlichen Gebet» (Joh 17) spricht Er Gott dreimal als seinen Vater an. Vers 1: «Vater», Vers 11: «Heiliger Vater», Vers 25: «Gerechter Vater». Wenn Jesus das Handeln Gottes und das ganze Wesen des Vaters als heilig und gerecht darstellt, dann können wir das auch. Jesus sagte, «die Welt hat dich nicht erkannt; ich aber habe dich erkannt». Wer Gott nicht kennt, wird ihn nie verstehen, wer ihn kennt, versteht ihn, auch wenn er ihn nicht versteht. Er darf darin geborgen bleiben, dass Gott mit allem ein herrliches Ziel anstrebt.

Jesus hat gelitten wie kein Zweiter. Am Kreuz rief er aus: «Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?» Aber auch in dieser Einsamkeit verlor er nicht das Vertrauen, darum ist sein letztes Gebet: «Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist!» (Lk 23,46).

Sei guten Mutes und vertraue auf ihn.