Psalm 25,4–5

«Herr, zeige mir Deine Wege und lehre mich Deine Steige! Leite mich in Deiner Wahrheit und lehre mich; denn Du bist der Gott, der mir hilft; täglich harre ich auf Dich.»
Psalm 25,4–5
Hier haben wir das so notwendige Gebet um die richtige Führung. Warum ist es so notwendig? Weil nur Gottes Wege vollkommen sind, und deshalb ist nur Sein Weg für dich ein gesegneter Weg. Zwischen Gottes Wegen und deinen eigenen besteht eine tiefe Kluft. Die Schrift sagt sehr klar, wohin uns die eigenen Wege führen: «Es gefällt manchem ein Weg wohl; aber endlich bringt er ihn zum Tode.» Es ist deshalb eine tiefe Tragik, wenn über dem Leben des natürlichen Menschen geschrieben steht: «. . . ein jeglicher sah auf seinen Weg.» Da aber stellt sich die Frage um so dringender: Wie ist denn der Weg des Herrn für dich beschaffen? Das lesen wir in Psalm 77,14: «Gott, Dein Weg ist heilig.» Darin aber, dass Sein Weg heilig ist, liegt gerade die Ursache, weshalb so wenige diesen wunderbaren Weg Gottes finden, denn: «Der Weg ist schmal, der zum Leben führt.» Auf diesem heiligen, schmalen Weg hat das alte Ich keinen Platz mehr. Die Bezeichnungen «heilig» und «schmal» betonen auch die Einzigartigkeit Seines Weges für dich. Es gibt keinen anderen Weg und auf diesem Weg hat es nur für zwei Platz: für das Lamm und dich.