Psalm 13,2

«Wie lange, o Herr, willst Du mich ganz vergessen? Wie lange verbirgst Du Dein Angesicht vor mir?»
Psalm 13,2
Es ist hier der Heilige Geist, der durch den Mund Davids das Verlangen, ja das Heimweh, der wartenden wahrhaftigen Gemeinde Jesu auf Erden artikuliert. Darum diese sehnsüchtige Frage, dieser Aufschrei der auf den Herrn wartenden Seele: «Wie lange, o Herr, willst Du mich ganz vergessen?» Wir schauen schon so lange nach der Entrückung aus, und da kommt bei so manchem die Frage auf: Hat der Herr uns etwa vergessen, geht Er an uns vorbei? Als Israel in alter Zeit in Bedrängnis war und auch so fragte, da sprach der Herr: «Kann auch ein Weib ihres Kindleins vergessen, dass sie sich nicht erbarme über ihren leiblichen Sohn? Und wenn sie desselben vergässe, so will Ich doch deiner nicht vergessen. » Und dann die zweite Frage: «Wie lange verbirgst Du Dein Angesicht vor mir?» Wann endlich werde ich Dein Angesicht sehen, wie Du es verheissen hast: «dass wir Ihm gleich sein werden; denn wir werden Ihn sehen, wie Er ist»? Wann wird das denn stattfinden? Antwort: Bei der Entrückung, und diese steht vor der Tür! Darum: «Werfet euer Vertrauen nicht weg, welches eine grosse Belohnung hat.» Ich versichere dir: Ihn verlangt noch viel mehr danach, zu dir zu kommen und dich heimzuholen!