1. Mose 32,28–29

«Er sprach: Wie heissest du? Er antwortete: Jakob. Er sprach: Du sollst nicht mehr Jakob heissen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekämpft und bist obgelegen.»
1. Mose 32,28–29
Es gibt noch eine dritte Person, deren Name schon hier auf Erden erneuert wurde. Das geschah in jener geheimnisvollen Nacht in Pniel. Dieses Geheimnis können wir kaum erforschen. Als Jakob allein war, rang ein Mann mit ihm. Es wird oft gelehrt, Jakob habe mit Gott gerungen, aber das stimmt nicht, denn zunächst rang Gott bis zum Anbruch der Morgenröte mit Jakob. Es steht doch sehr klar geschrieben: «Da rang ein Mann mit ihm.» Wie lange? Bis der Herr ihm, weil er sich nicht beugen wollte, seine Manneskraft zerbrach. Erst da beginnt Jakob zu ringen. Er klammert sich an dem Herrn fest und schreit: «Ich lasse Dich nicht, Du segnest mich denn.» Wir müssen darauf achten, dass der Herr ihn zwar gesegnet hat, aber erst nach der Namenserneuerung, erst nachdem Jakob bekannt hat, was er im Wesen ist. Jakob weint, kämpft beharrlich und ruft aus: «Ich lasse Dich nicht, Du segnest mich denn.» Er will, dass der Herr ihn augenblicklich segnet. Da fragt ihn der Herr: «Wie heissest du? Er antwortete: Jakob.» Das war sein Sündenbekenntnis, denn Jakob bedeutet «Überlister, Betrüger». Nachdem er das bekannt hat, sagt der Herr: «Du sollst nicht mehr Jakob heissen, sondern Israel.»