Corona und Klima, das findet der Teufel prima (Teil 2)

Über Globalisierung, Nationalismus, Verschwörungstheorien, zwei herausragende Ereignisse, die das ganze gesellschaftliche Denken bestimmen, und die christliche Reaktion darauf.

In einem Interview forderte Gates einen digitalen Impfausweis auf biometrischer Basis. Dadurch könnten die Kameras von Grenzbehörden am Gesicht erkennen, ob die Person geimpft ist. Und solche Informationen könnten in einem weiteren Schritt auch Teil einer digitalen Identität sein. Soweit das Wunschdenken von Bill Gates (Quelle: SWR2 Wissen, Sendung vom 3.11.2020, auch im Internet abrufbar). Zwar regt sich hier noch von einigen Bedenkenträgern Widerstand, aber die technischen Voraussetzungen sind bereits vorhanden, und die Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung wird zusehends grösser. Bei alledem handelt es sich keineswegs um Verschwörungstheorien, sondern um offizielle Verlautbarungen dieser Menschen und Organisationen. Wer hier von Verschwörungen schwadroniert, der hätte wohl auch Hitlers «Mein Kampf» als Verschwörungstheorie verharmlost.

Wie bereits erwähnt, zielen diese globalen Bestrebungen in das antichristliche Reich hinein, ja, sie bereiten dem Widersacher Gottes bereitwillig die Bühne, ob bewusst oder unbewusst, das sei einmal dahingestellt. Jetzt fragen wir uns, wie kann der Mensch dazu getrieben werden, augenscheinlich böse Absichten nicht nur zu tolerieren, sondern sogar zu unterstützen und auf eigene Freiheiten zu verzichten? Freiwillig wird man dies kaum tun. Mit Werbung allein ist es nicht getan. Vielmehr braucht es ein Feindbild und das Schüren von Angst und Panik, wodurch die feste Überzeugung genährt wird, dass diese Massnahmen alternativlos sind. Der Mensch muss davon überzeugt werden, dass das schlechte Produkt – was eigentlich niemand braucht – heilsnotwendig für den Fortbestand der Menschheit ist. Und diejenigen, die sich nicht überzeugen lassen, müssen ausgegrenzt und diffamiert werden. «Willst du nicht mein Bruder sein, so hau ich dir den Schädel ein.» 

Und? Was hat das mit Corona und Klima zu tun? Holzauge sei wachsam! Für ein weltumfassendes antichristliches Reich, das zudem seine Bürger kontrollieren und bestimmen will, braucht es eine gut funktionierende und breitaufgestellte Digitalisierung. Das, was in den asiatischen Ländern, allen voran China, bereits gang und gäbe ist, wird nun auch in Europa mit Hochdruck vorangetrieben. Das oberste Ziel des deutschen Schul- und Bildungssystems ist dahingehend – nebst einer genderideologisierten Umerziehung – der zügige Ausbau der Digitalisierung, und dies im Übrigen auch gegen den Willen einiger Lehrer und Eltern. Wobei, und auch das muss wieder betont werden, die Digitalisierung als solches nichts Schlechtes sein muss, aber genau das ist ja auch das Perfide, dass augenscheinlich gute Dinge dem Menschen letztendlich grossen Schaden antun werden. 

Der überwiegende Teil der Menschen wird den Ausbau der Digitalisierung begrüssen und die wenigen, die das nicht tun, werden belächelt; und deren Warnungen und Argumenten wird kein Ohr geschenkt. «Es lebe der Fortschritt, doch schon manch einer Schritt in die falsche Richtung fort.» 

Was braucht es noch? Es braucht die breite öffentliche Akzeptanz, damit Organisationen (ob Regierungen oder Nichtregierungen) zusammenrücken und ihre Ziele durchsetzen können. Und dies erreicht man am ehesten, wenn man Ängste schürt, die den Menschen unmittelbar betreffen. Und hier frage ich Sie: Was bewegt den Menschen mehr als seine Gesundheit? Und des Weiteren stelle ich fest, dass sich insbesondere die jüngere Generation grosse Sorgen um die Umwelt bzw. um das Klima macht. 

Somit haben wir es augenblicklich mit zwei herausragenden Ereignissen zu tun, die die ganze Politik, das gesellschaftliche Denken und das wirtschaftliche Handeln bestimmen, nämlich der sogenannte Klimawandel und die Bekämpfung des Coronavirus. Und völlig unabhängig davon, was man von dem einen wie auch dem anderen halten mag, so wird dem Menschen gerade in Bezug auf diese beiden Themen eingetrichtert, dass diese Probleme nur global und mit aller Vehemenz gelöst werden können. Und zwar, koste es was es wolle – ob an Geld oder an persönlicher Freiheit. 

Bei beiden Themenfeldern wird im Übrigen kein Widerspruch geduldet und wer sich den «zwingend gebotenen» Massnahmen widersetzt, der wird öffentlich gebrandmarkt (Klimaleugner, Ungeimpfter etc.). Nochmals, egal wie Sie persönlich zu diesen Themen stehen mögen, so ist es jedoch offensichtlich, dass hinter all den Massnahmen, ob bewusst oder unbewusst, ein antichristlicher Geist steckt, der den Menschen unter die Macht des Staates oder gar unter die Macht von überstaatlichen Organisationen drängen will und auch wird. Das neue Babel? (vgl. Offb 13,17.18). Hier lässt insbesondere Offenbarung 17,12-13 aufhorchen: «Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, sind zehn Könige, die noch kein Reich empfangen haben, aber sie erlangen Macht wie Könige … Diese haben einen einmütigen Sinn, und sie übergeben ihre Macht und Herrschaft dem Tier.»

Hier ist von Königen die Rede, die kein Reich haben. Könnten das Nichtregierungsorganisationen sein, die die jeweiligen Nationalstaaten in sich vereinen? «Sie haben einen einmütigen Sinn» – wie einst beim Turmbau zu Babel. Und genau diese Einmütigkeit wird allen Widerständen zum Trotz nicht nur herbeigesehnt, sondern herbeibefohlen. 

Wir befinden uns inmitten einer hochspannenden Zeit und bislang konnten wir – zumindest hier in Europa – noch relativ gelassen zusehen, aber die Schlinge um unseren Hals ist längst gelegt. Sehen wir weiter tatenlos zu, so wie einst Martin Niemöller, der im Zusammenhang mit der Judenverfolgung im Nazireich sagte und bekannte: «Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.» 

Schweigen wir oder erheben wir unsere Stimme? Verstummen wir oder fliehen wir ins Gebet? Ducken wir oder bezeugen wir unseren Glauben an Gott und Seinen wiederkommenden Sohn, Jesus Christus? Und … mit Verlaub, das ist mein Appell an die Kirchen, öffnet die Pforten und grenzt niemanden aus!

Thomas Lieth ist Mitarbeiter und Verkündiger des Mitternachtsruf. Er absolvierte seine theologische Ausbildung an der Bibelschule Neues Leben in Wölmersen/Deutschland. Sein Aufgabenbereich ist die Verlagsarbeit des Missionswerkes.
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