Text vorlesen (computergeneriert)
Ich legte mich nieder und schlief. Ich erwachte, denn der Herr stützt mich.
Psalm 3,6
Grüsst einander mit dem Kuss der Liebe. Friede sei euch allen, die ihr in Christus seid!
1. Petrus 5,14

Präsidenten brauchen ein Sicherheitsfahrzeug und Bodyguards. Der Papst hat das «Papamobil». Und es gibt unzählige Sicherheitsvorkehrungen für Prominente. Sie leben in ständiger Furcht, dass ihnen etwas zustossen könnte. Ähnlich erging es König David, was in 2. Samuel 15 beschrieben wird und worauf sich Psalm 3 bezieht. Sein Sohn Absalom organisierte einen Putsch. Der eigene Sohn wurde zum grössten Feind.

David wurde belogen, betrogen und hintergangen. Nun musste er sogar fliehen. Er verlor den Schutz der Mauern Jerusalems und seinen sicheren Palast. Falsche Anschuldigungen wurden gegen ihn erhoben. Frühere Freunde wurden zu Feinden. Absalom sammelte immer mehr Menschen aus dem Volk hinter sich. Manche flössten David sogar noch Zweifel über Gott ein (Ps 3,3).

Die Treuen im Volk trauerten und stellten sich hinter ihn, aber es waren wenige geworden. David floh in die schutzlose Wüste. Nun besass der König keine menschlichen Sicherheiten mehr. Es heisst: «David aber stieg den Ölberg hinauf und weinte» (2Sam 15,30). Eines konnte er noch: beten und dem Herrn vertrauen. Und das tat er (V. 31-32; Ps 3,5). Er kam zur Ruhe und fühlte sich dermassen in Sicherheit, wie es ihm keine menschlichen Sicherheitsmassnahmen bieten konnten: «Ich liege und schlafe und erwache; denn der Herr hält mich.» Der Herr hatte ihn umhüllt und war sein «Bodyguard». David konnte sagen: «Aber du, Herr, bist ein Schild um mich, du bist meine Herrlichkeit und der mein Haupt emporhebt» (Ps 3,4).

Diese Tatsachen gelten allen, die «in Christus» sind. Sie sind von ihm umhüllt und in seinen Frieden eingebettet. Frieden bedeutet nicht, dass man sich in keinem Sturm befindet und alles ruhig ist, sondern dass man mitten im Sturm wie in einem Vogelnest geborgen ist.