Text vorlesen (computergeneriert)
Siehe, ich sende euch Elia, den Propheten, ehe der Tag des Herrn kommt, der grosse und furchtbare.
Maleachi 3,23
Was aber die Zeiten und die Zeitpunkte betrifft, Brüder, so habt ihr nicht nötig, dass euch geschrieben wird. Denn ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn so kommt wie ein Dieb in der Nacht.
1. Thessalonicher 5,1-2

Wir kennen schreckliche Krankheiten, schreckliche Katastrophen, schreckliche Unglücke. Doch der kommende, grosse und schreckliche Tag des Herrn wird alles, was je an Schrecklichem geschah, in den Schatten stellen.

Ausserdem kommt dieser Tag wie ein Dieb in der Nacht. Er wird unsere Welt regelrecht überfallen, wahrscheinlich sogar in einem Moment, in dem man es am wenigsten erwartet. Dieser Tag des Herrn ist der Gerichtstag Gottes über allen Unglauben und betrifft jegliche Auflehnung gegen ihn: «Um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams» (Kol 3,6).

Das Positive in der negativen Botschaft ist, dass Gott diese Zeit gebraucht, um unsere Welt für das messianische Königreich Jesu wieder «herzurichten». So wie die Wehen einer Schwangerschaft neues Leben hervorbringen, so bringen die Wehen der grossen Trübsal den Herrn Jesus und damit neues Leben hervor. Die an Jesus Gläubigen betrifft der Tag des Herrn nicht, sondern sie sind zum Tag Christi bestimmt. Im Gegensatz zum Tag des Herrn – der bereits im Alten Testament bekannt war – wurde der Tag Christi erst im Neuen Testament offenbart.

Der Tag Christi beinhaltet die Wiederkunft Jesu für seine Gemeinde, die Heimholung des Leibes zur Rechten Gottes, wo das Haupt (Jesus) selbst sitzt.

Die Gemeinde lebt auf den Tag Christi (Entrückung) hin. Die Welt lebt auf den Tag des Herrn (Gericht) hin.

Unsere Aufgabe besteht darin, wie Elia bzw. Johannes der Täufer, Menschen für Gott zurückzugewinnen. – Das aber bedingt auch deren Gesinnung. Mit ganzem Eifer und mit ganzer Hingabe setzten sich die beiden für den Herrn ein.