«Herr, höre mein Gebet und vernimm mein Schreien; schweige nicht zu meinen Tränen.»

Psalm 39,13

Das Schweigen Gottes in unserem Leben kann verschiedene Gründe haben, zum Beispiel, wenn wir trotz unseres Gebetes nicht die ganze Wahrheit wahrhaben wollen. «Aber Jesus schwieg still.» Der Hohepriester, der Jesus verhörte, wollte die Lüge wahrhaben und Ihn nicht als «die Wahrheit» anerkennen. Man suchte falsches Zeugnis wider Ihn. Die bittere Not von vielen Gläubigen ist, dass sie zwar beten, den Herrn um Hilfe anrufen und Ihm sagen, wie gerne sie geheiligter werden möchten, aber dabei doch nicht willig sind, dem Licht, das der Herr ihnen über ihr innerstes Wesen schenkt, gehorsam zu sein. Dann aber schweigt der Herr, und Sein Schweigen ist die tiefste Antwort. Ein anderer Grund ist, wenn Er uns nichts mehr zu sagen hat. «Und er fragte Ihn viel. Er aber antwortete ihm nichts.» König Herodes meinte, mit Jesus, dem König aller Könige, eine interessante Diskussion beginnen zu können. Aber Jesus antwortete ihm nichts. Warum nicht? Weil es Herodes nicht um eine Herzensbegegnung mit dem Herrn ging. Ist das die Ursache, warum auch du keine Antwort bekommst? Willst du Seine Wunder oder Ihn selbst? Willst du die Hilfe oder den Helfer?