Ruth 2,9

«Richte deine Augen auf das Feld, wo man schneidet, und geh hinter den Sammlerinnen her! ... Und hast du Durst, dann geh zu den Gefässen und trink von dem, was die Knechte schöpfen.»
Ruth 2,9
Das Buch Ruth ist voller Bilder, die auf neutestamentliche Ereignisse hinweisen. Eines der Bilder ist das der Schnitter auf dem Feld des Boas, worin wir uns als Arbeiter im Feld unseres Herrn Jesus erkennen können. Eine Person auf der Suche nach Brot für ihre hungrige Seele geht auf das richtige Feld, die Gemeinde Jesu. Dort sind Arbeiter am Werk, das sind Sie und ich. Unsere Aufgabe ist es, diese Menschen mit Jesus in Kontakt zu bringen. So liebevoll wie Boas mit Ruth Kontakt aufnimmt, nimmt Jesus mit demjenigen Kontakt auf, der Ihn sucht. Wir sehen, mit welcher Liebe sich Jesus der suchenden Seele zuwendet! Aber nun nimmt der Herr uns mit hinein in die Verantwortung: «Schau, wo Meine Knechte arbeiten, folge ihrem Beispiel nach!» Wenn eine Person auf uns schaut und unseren Schritten folgt, wo gerät sie dann hin? In die Nähe Jesu? Sie kennt Ihn ja noch nicht! Wie soll sie Ihm folgen? Bis zu einem gewissen Grad ist es also natürlich und gesund, dass jemand zuerst uns nachfolgt, bis er lernt, Jesus zu folgen. Aber welch ein Ende wird es nehmen, wenn wir blinde Blindenleiter sind? Und wenn eine durstige Seele zu uns kommt, sind wir dann Knechte Jesu, die imstande sind, Lebenswasser zu schöpfen aus jenem unerschöpflichen Brunnen, dem Wort Gottes? Von welchem Geist geben wir dem, der mit uns in Berührung kommt zu trinken? Vom Heiligen Geist Gottes? Derselbe kann unser Leben in einen Brunnquell lebendigen Wassers verwandeln! Jesus möchte gern Menschen zu uns schicken! Sind wir die richtige Adresse? S.H.