Johannes 19,30

«Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! und neigte das Haupt und verschied.»
Johannes 19,30
Welch eine enorme Tragweite lag und liegt bis heute in diesen letzten drei Worten des Herrn: «Es ist vollbracht!» Diese drei Worte vermögen arme, verlorene Sünder in frohe, glückliche Menschen zu verwandeln; sie vermögen, zerschlagene Herzen zum Jubeln zu bringen. Von jenem Moment an, als diese Worte in der Welt widerhallten, wurde alles anders. Von diesem Moment an war um das Wichtigste zu nennen der Tod besiegt, der Tod, der eine unheimliche Macht über die Menschen besass! Es heisst in Hebräer 2,15, dass die Menschen «durch Furcht vor dem Tod im ganzen Leben Knechte sein mussten». Als aber jene Worte «Es ist vollbracht!», ertönten, war es aus mit der Macht des Todes! O welch wunderbare Leben spendende Kraft liegt in diesen drei Worten: «Es ist vollbracht!» Ich möchte aber auf folgende wichtige Tatsache hinweisen: Inwieweit wir diese drei herrlichen Worte «Es ist vollbracht!», immer wieder neu erfahren, sodass sie in unserem Leben sichtbar werden, hängt davon ab, wie nahe wir uns im Geist beim Kreuz aufhalten. Es gibt heute viele Menschen, die sich Christen nennen, aber es ist oft so wenig von dem vollbrachten Werk auf Golgatha in ihrem Leben sichtbar. Warum? Weil sie sich nicht nahe genug beim Kreuz aufhalten! Die drei Worte «Es ist vollbracht!», werden sich eben nur dann in unserem Leben wirklich auf allen Gebieten auswirken, wenn wir uns täglich neu beim Kreuz aufhalten; wenn wir uns damit beschäftigen und es im Herzen tragen. Nur auf diese Weise wird 2.Korinther 2,14 herrliche Wirklichkeit. Dort heisst es: «Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus!» M.M.