Das Kind, das immer schon da war – Teil 4 Mi. 23. Januar 2019

Mi. 23. Januar 2019

Von Norbert Lieth

Vor rund 2 000 Jahren wurde in Israel ein Kind geboren, das später mit Recht sagen konnte: «Ehe Abraham wurde, bin ich» (Joh 8,58).

Dieser Jesus, der in einem Stall zur Welt kam, der den Prozess menschlicher Entwicklung genau so erlebte wie wir, der als normaler Junge aufwuchs, leiblich, geistig und seelisch, der so alterte wie jeder andere Mensch auch – dieser Jesus ist Jahwe von Ewigkeit her und war immer schon da. «Ich bin der ich bin.» Über Ihn heisst es auch im Hebräerbrief: «Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit» (Hebr 13,8).
<g>Warum musste Er Mensch werden? Weil Gott nicht sterben kann! Da Gott aber für die Sünden der Menschen sterben wollte, musste Er Mensch werden, und darum erschien Er in Jesus Christus. Von dieser Selbstentäusserung Gottes in Seinem Sohn lesen wir: «Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäusserte sich selbst (bzw.: entleerte sich) und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz» (Phil 2,6-8). Der Ausdruck «göttlicher Gestalt» lautet im griechischen Urtext morphe schema. Diese beiden Worte bezeichnen die objektive, von einem Betrachter unabhängige Form und Art einer Sache, so wie sie für sich allein da ist. Jesus ist Gott und existiert von Ewigkeit her, so wie es Gott entspricht.
Wir werden als Menschen geboren und wollen in das ewige Leben eingehen. Jesus kam aus dem ewigen Leben, um zu sterben. Als Jesus sich im Garten Gethsemane als der «Ich bin» offenbarte und Seine Feinde alle zurückwichen und zu Boden fielen, sagte Er anschliessend: «Wenn ihr nun mich sucht, so lasst diese (= Seine Jünger) gehen!» (Joh 18,8). Dann begab Er sich freiwillig in den Tod.
Gott gab sich dahin, damit Sie gehen können. Gott starb, damit Sie ewig leben können. Nur dadurch ist es uns möglich, den Namen des Herrn anzurufen, um gerettet zu werden.
Weil Jesus Der ist, der Er ist, hat Ihm Gott auch «den Namen gegeben, der über alle Namen ist, dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind» (Phil 2,9-10). Und darum ist auch «in keinem anderen das Heil; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen» (Apg 4,12).
Wir können keinen grösseren Gott anrufen als Jahwe, denn es gibt keinen grösseren. Durch die Menschwerdung Jesu, durch Sein Sterben am Kreuz und Seine Auferstehung haben wir die Möglichkeit, das zu tun. Jesus ist für jeden Bereich unseres Lebens, für jede Not und für jede Sünde der wahre und einzige Heiland. Er wird mit jeder Situation unseres Lebens fertig. Jesus hat mit Recht gesagt: «Ich und der Vater sind eins» (Joh 10,30). Darum trifft auch auf Ihn das Wort in Jesaja 43,11 zu: «Ich, ich bin der HERR, und ausser mir ist kein Heiland.»