«Ja, mir hast du Arbeit gemacht mit deinen Sünden und hast mir Mühe gemacht mit deinen Missetaten.»

Jesaja 43,24

«Weisst du», sagte jemand, «mit Bruder X habe ich grosse Mühe». Solch eine Aussage macht betroffen. Wie könnte doch alles anders sein, wenn die zwei Brüder sich gut verstünden. Nun aber steht ein «Mühe haben» zwischen diesen Brüdern. Und wahrscheinlich hat auch Bruder X Mühe mit demjenigen, der sich beklagte. Haben wir schon einmal überlegt, ob andere auch mit uns Mühe haben? Vielleicht sind wir viel eckiger und kantiger, als wir meinen! Ein paar wenige Worte nur können «grosse Mühe» verursachen. Im Jakobusbrief ist die Rede von der Zunge, die gleichsam einen riesigen Waldbrand entfachen kann viel Mühe. Psalm 10,7 sagt vom Gottlosen: «…seine Zunge richtet Mühe und Arbeit an.» Wenn wir los von Gott, also in gottloser Weise, Dinge reden, die die heilige Gegenwart und den Ernst unseres Gottes nicht ertragen, erzeugen wir viel Mühe und Schaden. Ein falsches Wort kann nie mehr zurückgeholt werden. Ausgesprochene Worte können nie mehr rückgängig gemacht werden. Wie oft haben wir doch schon in dieser Weise gegenüber Gott und Menschen gesündigt und damit Gott und unseren Mitmenschen Mühe gemacht! Doch obwohl es für Gott kein Leichtes war, uns von der Macht der Sünde zu befreien, geht Er dennoch mit uns weiter. Jesaja erwähnt in Kapitel 53,11 welche Mühe und Arbeit unser Herr unseretwegen auf sich nahm: «Darum, dass seine Seele gearbeitet hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen; denn er trägt ihre Sünden.» Wenn wir das Beste von unserem Bruder reden, werden wir feststellen, wie die Nebel der «Mühe» schwinden! P.M.