«Auch der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für sich, wo sie ihre Jungen hingelegt hat deine Altäre, Herr der Heerscharen, mein König und mein Gott!»

Psalm 84,4

Eigentlich hätte dieser Vers anders weitergehen sollen: Der Vogel hat ein Haus, die Schwalbe ein Nest und der Mensch eine Wohnung gefunden. Am besten ein komfortables Eigenheim! Jedes Mal im Frühjahr ist es eine Freude, wenn die Stare plötzlich zwitschernd auftauchen. Oder wenn etwas später die graziösen Schwalben Leben ins Quartier bringen. Tausende von Kilometern fliegen sie und kehren treu zu ihren Kästchen oder selbstgeklebten Lehmkörbchen zurück. Hinter diesem Verhalten stecken geheimnisvolle Impulse des Schöpfers. Doch bei uns ist das anders. Durch den Intellekt und unseren freien Willen fahren wir nicht automatisch ein Programm herunter. Die Kinder Korahs weisen uns hier in Psalm 84 die Richtung: nicht in erster Linie das Haus, sondern der Altar Gottes ist die echte Heimat des Menschen. Das bedeutet neu­testamentlich Gemeinschaft mit Gott. Lassen wir uns deshalb nicht zu sehr vom Konsum und von der Unterhaltung ablenken. Nur echte Gemeinschaft mit dem Schöpfer und Erlöser stillt die tiefe Sehnsucht und das unruhige Suchen! Dazu müssen wir aber keine weite Reise machen. Gott hat uns Zeiten und Grenzen gesetzt, damit wir Ihn suchen und finden. Er ist nicht fern von einem jeden von uns! In und durch Jesus erlebten und erleben das Millionen von Menschen auf der ganzen Welt. Sorgen wir dafür, dass dieser Altar in unserem Leben aufgerichtet ist! Gemeinschaft zu haben mit Gott, das ist die höchste Bestimmung des Menschen. «Gott ist treu, durch den ihr berufen worden seid in die Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn» (1.Kor 1,9). R.F.